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Der Förderverein Eliasfriedhof Dresden e. V.

Sinn und Zweck des 1998 gegründeten Fördervereins ist es, die Erhaltung und Pflege des Eliasfriedhofes Dresden als Kulturgut der Allgemeinheit zu fördern.

Seine Aufgabe sieht der Verein insbesondere darin, den Eigentümer des Eliasfriedhofes zu unterstützen, diesen Friedhof als bedeutendes Denkmal der Dresdner Stadtgeschichte und der Sepulkralkultur des 18./19. Jahrhunderts dauerhaft zu erhalten, zu pflegen und öffentlich zugänglich zu machen. Das geschieht auf der Grundlage einer denkmalpflegerischen Rahmenkonzeption.

Dazu leistet der Verein insbesondere Öffentlichkeitsarbeit. Sie soll das Bewusstsein über die Bedeutung des Eliasfriedhofes schärfen und die Bereitschaft zu ideeller, finanzieller und sonstiger Unterstützung von Maßnahmen zu seiner Bewahrung als stadt- und kulturgeschichtliches Zeugnis entwickeln und fördern helfen.

So veranstaltet der Förderverein Ausstellungen über den Friedhof, Benefizveranstaltungen (Vorträge und Konzerte), bietet an der Volkshochschule Dresden Kurse an und führt regelmäßig öffentliche Führungen durch.

Mitgliedsbeiträge und Spenden werden für diese Öffentlichkeitsarbeit, vor allem aber für anstehende Baumaßnahmen im Rahmen des denkmalpflegerischen Erhaltungszieles dem Friedhofseigentümer zur Verfügung gestellt.

Wir in der Öffentlichkeit, und so erreichen Sie uns: Kontaktdaten

Heinz Czechowski: Eliasfriedhof

1
So fand ich die Mauern: hier
Sammelt die Zeit
Ihr Vergessen, Efeu
Beklettert die Bäume,
Dendrologie,
Vereint
Auf ein paar
Quadratmetern Boden.

2
Heimat -
Was für ein Wort
Im Mund
Der Gesichtslosigkeit!
3
Entferne dich nicht
Zu weit
Von der immerwährenden
Gegenwart:

4
Hier
Ist dein Jetzt
Blick
Durch die Gitter,
Verbirg
Dein Erschrecken.

Ausblicke

Der Eliasfriedhof soll der Öffentlichkeit wieder zugängig gemacht werden. Dazu ist die Herstellung der Verkehrssicherheit die Grundvoraussetzung. Das denkmalpflegerische Ziel besteht in der Sicherung, Erhaltung und Pflege des Friedhofs in seiner überkommenen Gestalt. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass der prägende Stimmungswert dieses einzigartigen sepulkralen Museums nicht verloren geht.

Besonderes Anliegen des Fördervereins ist der Wiederaufbau der an der Ziegelstraße gelegenen 16 Grufthäuser, die um 1724 nach den Entwürfen von George Bähr im Zusammenhang mit der Friedhofsmauer errichtet wurden. Die einzelnen Grufthäuser bestanden aus einem unterirdischen Gewölbe, einem mit schmiedeeisernem Ziergitter abgeschlossenen Raum mit mehreren Grabmalen und einem Satteldach. Die Arkadenreihe und die Querwände sind einsturzgefährdet, die Satteldächer seit Februar 1945 zerstört. Die Umfassungsmauer des Friedhofs einschließlich der nördlichen Tore ist baulich instand zu setzen. Umgestürzte Grabmale sind wieder aufzurichten, zerbrochene Grabmale zusammenzusetzen, Einfassungen zu richten. Im Einzelfall müssen besondere Festlegungen zur Untersuchung, zum Schutz, zur Konservierung, zur Teilerneuerung und zur Ergänzung der Sandsteinbauteile getroffen werden. Die im Zuge der Straßenverbreiterung geborgenen Grabmale und Einfassungen, die sich derzeit im Bereich der Westmauer befinden, sind gesichert und angemessen aufzustellen.

Die aufgebrochenen Grüfte sind wieder zu schließen. Dazu müssen die Grabplatten gerichtet und die Auflager repariert werden. Die Standsicherheit der Stützmauern von Grüften ist zu prüfen. Wo diese nicht gegeben ist, sind sie aus statischen Gründen zu verfüllen. Für die noch vorhandenen wertvollen schmiedeeisernen Gitter besteht dringender Restaurierungsbedarf. Grabstätte und Grabmal bilden grundsätzlich eine Einheit. Von daher soll alles in situ erhalten werden. Notwendig ist eine grundlegende Gehölzbestandspflege. Wo Grabstätten oder Grabmale durch Gehölze gefährdet werden, sind diese sorgfältig zu entfernen. Der bodendeckende Efeu jedoch ist weitestgehend unter einem lichten Bestand an größeren Bäumen zu erhalten.

Die bisherigen Ergebnisse der Erfassung, Inventarisation und Dokumentation des Grabstätten- und Grabmalbestandes müssen ergänzt und aktualisiert werden. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit ist auf den Eliasfriedhof als bedeutendes Kulturdenkmal aufmerksam zu machen. Da der Friedhof seit 1876 geschlossen ist, verfügt der kirchliche Eigentümer nicht über die notwendigen finanziellen Mittel zur Umsetzung der oben genannten Maßnahmen. Er ist auf öffentliche Förderung, auf Sponsoren und spendenwillige Bürger angewiesen.

Bitte helfen auch Sie mit, dass dieses einzigartige Museum der Grabmalkunst erhalten und der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden kann.

Und so erreichen Sie uns: Kontaktdaten

letzte Aktualisierung: 17.04.2007
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