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Christian Weinlig (1681 1762)
Den Standort des Kirchner-Grabmals teilt mit weiteren barocken Monumenten ein Saturn mit Spruchband in lateinischer Sprache. Er gehörte zu der Gruft, die am 1. Oktober 1740 gratis vom Rat zu Dresden dem damaligen Bürgermeister Christian Weinlig ob seiner Verdienste um die Stadt zugeschrieben worden war. Zwischen 1759 und 1873 fanden darin 52 Angehörige dieser weitverzweigten Familie ihre letzte Ruhestätte.
Christian Weinlig war zweifellos einer ihrer profiliertesten Vertreter. Als erstes Kind des Arztes Gottfried Weinlig (1651-1702) aus Breslau und seiner Ehefrau Anna Helena geb. Wolf wurde er am 23. April 1681 in der dortigen Elisabethkirche getauft. Nach dem Jurastudium ließ er sich 1703 in Dresden als Advokat nieder. Aus zwei Ehen, der ersten mit Anna Christiana Gotter und der zweiten mit Magdalena Sophie Schomburg hatte er insgesamt 16 Kinder. 1735 wurde Weinlig vom Rat zu Dresden als Syndikus berufen und erwarb sich durch seine Befähigung für die städtische Verwaltung Achtung und Anerkennung, so dass die Ernennung zum Bürgermeister am 1. Mai 1744 nur konsequent war. Eine Reihe von Nebenämtern sicherte ihm und seiner zahlreichen Familie ein gutes Auskommen, den Besitz eines Bürgerhauses Webergasse Ecke Altmarkt und die Fähigkeit zur Repräsentation als Regierender Bürgermeister in den Jahren 1747 und 1753 eingeschlossen.
Die politische Entwicklung in den Jahren 1756 und 1757 verlangte von ihm großen Einsatz und Verhandlungsgeschick, um die finanziellen Forderungen der Preußen an die Stadt Dresden zu mildern. Schrecken von Brand und Kriegselend 1757/58 konnte er allerdings nicht abwenden, zumal eigene Krankheit und die Abnahme seiner Kräfte den fast vollständigen Rückzug aus dem politischen Leben zur Folge hatten. Als Weinlig am 13. Juli 1762 mit 81 Jahren und zwei Monaten gestorben war, wurde er drei Tage später unter großer Anteilnahme der Dresdner Bürger in seiner Gruft auf dem Eliasfriedhof beigesetzt.
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